Kollimationsmöglichkeit des TS MAK 102/1400

Hallo Freundes des TS-MAK!

Wer seinen MAK aufgrund unzureichender Abbildungsqualität kollimieren will, ist auf den ersten Blick enttäuscht.

Denn, der Fankspiegel ist auf die MAK-Linse aufgedampft - da geht nix.

Und schaut man sich den MAK von hinten an, da ist außer den 3 Löchern mit je einer Schraube drin auch nichts zu finden.

Schade eigentlich, denn der kleine Kerl besitzt von Haus aus nämlich eine einwandfreie Kollimationsmöglichkeit für die gesamte Hauptspiegeleinheit.

Diese ist allerdings unverständlicherweise versteckt unter der hinteren Abdeckkappe, in welcher die Okularsteckhülse befestigt ist.

Hat man die Kappe abgeschraubt, kommt man zwar an die Kolli-Schrauben ( je 3 Zug- und Druckschrauben ) ran, man kann aber kein Okular stecken, da die Okularhülse in diesem Moment ja ab ist.

Also ganz einfach:

Man bringt in die hintere Kappe einfach die entsprechenden Bohrungen an, baut alles wieder zusammen, und schon kann man den MAK perfekt kollimieren.

Und das alles, ohne die optischen Komponenten auseinandernehmen zu müssen!

 

Hier mal wie es geht:

 

Zunächst den Fokussierknopf linksherum drehen, bis die Madenschraube sichtbar wird. Diese löst man und zieht den Knopf ab.

 

Dann die 3 Schrauben in der hinteren Kappe lösen und die Kappe abnehemen. Jetzt steht der Tubus mit den zugänglichen Justierschrauben zur Verfügung.

Klasse Fettmassen am Fokussierknopf , was? Man sieht gleich, woher das Gerät kommt....

 

Man nimmt entsprechend von den Gewindebohrungen der 3 Schrauben für die Kappe Maß und zeichnet sich die Lage der jeweils zusammengehörigen beiden Kollischrauben auf der Kappe auf.

Dann bohrt man an den Stellen jeweils das betreffende Loch für den Inbusschlüssel , entgratet die Löcher , und schon ist man fast fertig.

 

Und von Innen..

 

Hier mal die wenigen Einzelteile.

 

Wenn alles wieder zusammengebaut ist, kann man dann locker mit dem Inbusschlüssel die ganze Sache in einen  ( soweit möglich ) sauberen Kollimationszustand bringen.

 

Es lohnt sich!

Und es geht schnell!

Ich habe für den Umbau vielleicht eine halbe Stunde benötigt.

Für diesen kleinen Bericht etwas mehr....

 

Viel Spaß und Erfolg beim Nachbau!

 

 

Wolfgang Höhle

t.brumm@gmx.de