Lunt 35 – Optimierung der Befestigung des B600

 

Wer ein Lunt 35 hat, freut sich bestimmt über schöne Protuberanzen.

Doch wenn man den B600 und damit den Einblick  je nach Teleskopstellung drehen will, muß man die simple Klemmung am Tubusabschluß  lösen,

den B600 festhalten und drehen und dann die Klemmung wieder festziehen.

Eigentlich einfach, aber auch gefährlich, denn der Blockfilter könnte samt Okular bei hohem Sonnenstand bei Unachtsamkeit des

Beobachters herausfallen, wenn man die Klemmung nachlässig anzieht.

Und noch eine Schwachstelle: die originale Klemmung hält zwar, wenn aber bei kaltem Wetter das Fett im Helical-Auszug steif wird,

dann wackelt beim Fokussieren das ganze Teilchen mächtig, trotz fest angezogener Klemmschraube.

 

Die Lösung ist einfach:

eine T2-Wechseleinrichtung zwischen Tubus und B600 setzen, und nix kann mehr passieren und man hat zugleich eine komfortable Drehvorrichtung.

Hier die Bilder dazu, wie es unkompliziert und effektiv machbar ist:

 1. Der Urzustand am Tubus und am B600 hat eine 1 ¼“ Stecköffnung mit Klemmring und 1 ¼“ Steckhülse am B600

     

2 2.   Die Steckhülse am B600 kann man abschrauben. Das am B600 befindliche T2-Außengewinde nimmt die T2- Wechselvorrichtung auf.

    ( normalerweise macht man zwar die Wechselvorrichtung ans Teleskop und setzt verschiedenenes  Zubehör mittels T2-Wechselring an.

    Aber hier ist das nicht nötig, man will ja nur den B600 anschließen, und das T2-Außengewinde bietet sich einfach an…. )

 

   

  

 3. Den Tubusabschluß abbauen und soweit ausdrehen, daß ein T2-Wechselring mit seinem Außengewinde straff reinpaßt.

( wer es eleganter machen will, schneidet natürlich T2-Innengewinde )

 

   4. Den T2-Wechselring mittels Epoxidharz in den Tubusabschluß einpressen. Hält bombenfest!

 

 5. Tubusabschluß wieder in den Tubus einschrauben und fertig ist es…

 

 6. ein Hinweis:

aufgrund des ziemlich langen Aufbaus der originalen Steckhülse am B600 und infolge der kurzen Bauweise der Wechseleinrichtung und des eingelassenen Wechselringes verkürzt sich der freien Fokussierweg nur um wenige Millimeter, alles paßt wie zuvor ( von ein paar exotischen Okularen mit entsprechender Lage der Feldblende vielleicht abgesehen ). Und nun ist die Welt ist wieder in Ordnung.

7. Ach, eine Prismenleiste mit vernünftiger Länge zwecks besserer Ausbalancierung habe ich gleich mit realisiert…

 

  Wolfgang Höhle